Um Missverständnissen vorzubeugen und Fehlinformationen entgegenzuwirken, möchten wir Ihnen an dieser Stelle kurz den Unterschied zwischen einer Trikuspidal(klappen)dysplasie und einer Trikuspidal(klappen)insuffizienz darstellen.

Trikuspidal(klappen)dysplasie

Die Trikuspidal(klappen)dysplasie ist eine angeborene Grunderkrankung, welche sich typischerweise durch ca. 90° abgeknickte Klappenenden und/oder eine Lageveränderung der Trikuspidalklappe (also der Klappe zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer) kennzeichnet.

Dabei hat die Trikuspidal(klappen)dysplasie aufgrund der mehr oder weniger schwerwiegenden Missbildung (Dysplasie) der Trikuspidalklappe in den meisten Fällen eine Trikuspidal(klappen)insuffizienz, also eine Undichte eben dieser Trikuspidalklappe, zur Folge. Die Trikuspidal(klappen)dysplasie ist demzufolge eine mögliche Ursache der Trikuspidal(klappen)insuffizienz.

Trikuspidal(klappen)insuffizienz

Bei der Trikuspidal(klappen)insuffizienz handelt es sich -im Gegensatz zur Trikuspidal(klappen)dysplasie- nicht um eine eigenständige Erkrankung sondern um eine mögliche Folge einer Herzerkrankung. 

Trikuspidal(klappen)insuffizienz bedeutet, dass die Trikuspidalklappe (also die Klappe zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer) insuffizient, also undicht, ist. Dies kann infolge verschiedenster  (sowohl angeborener als auch erworbener) Grunderkrankungen entstehen. So kann eine Trikuspidal(klappen)insuffizienz durch eine Trikuspidal(klappen)dysplasie (angeborene Missbildung der Trikuspidalklappe) aber zum Beispiel auch durch eine Endokarditis (Entzündung) oder andere Grunderkrankungen hervorgerufen werden.

Die Trikuspidal(klappen)dysplasie hat also in den meisten Fällen eine Trikuspidal(klappen)insuffizienz zur Folge.

Die Trikuspidal(klappen)insuffizienz ist aber nicht zwangsläufig die Folge einer Trikuspidal(klappen)dysplasie sondern kann auch aufgrund anderer Erkrankungen hervorgerufen werden.